Haindlkarhütte – 14.06.2019

Mit 35 Grad war es fast unerträglich heiß, als wir heute den Gott sei Dank anfangs eher schattingen Weg vom Parkplatz zur Haindlkarhütte erklommen (siehe auch die vorigen Touren hier und hier). Deswegen ließen wir uns auch entsprechend Zeit und gönnten uns einige Trinkpausen. Im oberen Drittel wandert man in einem Schuttkar ohne jeglichen Schatten…kaum auszuhalten. 😮 Auf der Hütte angekommen zischte es förmlich, als wir uns ein paar großer Schiwasser gönnten.

Blick in die Nordwände

Haindlkarhütte

Am Nebentisch saß ein junger Bursch, der irgendwie unruhig war. Schließlich erzählte er, dass er mit einer Gruppe von drei anderen jungen Leuten auf dem Gesäuesehütten-Rundwanderweg unterwegs war. Die drei anderen waren noch nicht bei der Hütte eingetroffen. Er erklärte, dass die drei im Aufstieg über die Gsengscharte waren. An einem Tag wie heute ein Wahnsinn, da diese Scharte westlich exponiert und völlig ohne Schatten ist. „Do brennts die aussa“ waren die wenig ermutigenden Worte der Hüttenwirtin. Der junge Mann war der konditionell Stärkste aus der Gruppe, einer von den anderen Dreien hatte offenbar bereits während des Tages eine Kreislaufschwäche erlitten. 😮 Alles in allem eher eine beunruhigende Situation, und auch uns war nicht ganz wohl bei der Sache. Wir legten keinen besonder Wert darauf, bei einem Bergrettungseinsatz dabei zu sein. Der junge Kerl stieg dann noch einmal zu Scharte auf, um nach den Nachzüglern zu sehen und um sie mit Getränken zu versorgen. Es dauert noch einge ganze Weile, bis die drei an der Scharte auftauchten. Sie stiegen bis zur Hütte ab und waren sichtlich gezeichnet, aber nach ein paar Getränken gings dann wieder. Wir stiegen gegen halb 7 am Abend wieder ab, immer noch bei heißen Temperaturen.

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Beim Abstieg – Blick zurück zur Hütte

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Blick auf den gegenüberliegenden Großen Buchstein

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Nach ca. 1:15 h erreichten wir das Auto und fuhren zum Köblwirt nach Johnsbach, wo wir uns einquartiert hatten und am nächsten Tag den Aufstieg in Richtung Hesshütte geplant hatten. Wir tauschten unser Frühstück gegen ein „Doppöbrot“, 🙂 genossen ein gutes Abendessen im Gastgarten und freuten uns auf die Wanderung am nächsten Tag.

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