Hauseck – 02.10.2015

Fast wäre es heuer nichts mehr geworden mit meinem (Michis) Herbst-Allein-Wander-Wochenende. Denn so schön und heiß der Sommer war, im September gabs speziell an den Wochenenden nicht gerade das schönste Wetter. Und so fielen die möglichen September-Wochenenden allesamt aus. Für das erste Oktober-Wochenende war dann der Wetterbericht so, dass man es wagen konnte, ein Bergwochenende zu planen.

Die Niederen Tauern waren heuer das ausgewählte Ziel, mit Unterkunft im Treglwangerhof. Über Internet gebucht, ohne lange zu recherchieren. Und – das sei gleich angemerkt – ein Volltreffer. Das Zimmer selbst war einfach, aber in Ordnung, das Personal sehr freundlich. Das Haus wird von der Familie Ploderer geführt. Vater und Schwiegertochter im Service, der Sohn in der Küche. Und da sind wir auch schon beim Highlight – der Küche! Ich habe bei meinen Wanderwochenenden noch nie so gut gegessen wie hier. Und das Beste: auch wenn man hier auf Haubenniveau kocht, die Preise sind überhaupt nicht überzogen. Preis-Leistung passt einfach. Das Restaurant kann jedem wärmstens empfohlen werden. Insbesondere für Durchreisende lohnt es sich, von der Autobahn abzufahren. Von der Ausfahrt Treglwang sind es nur 2 Minuten!

Zurück zum eigentlichen Zweck der Reise – dem Wandern. Da ich am Freitag zeitig weggekommen bin, ist sich am Nachmittag noch die Besteigung des Hausecks ausgegangen. Ausgangspunkt ist die Edelrautehütte im Gemeindegebiet von Hohentauern. Von der Passhöhe des Triebener Tauern fährt man in ca. 15 min über eine Mautstraße zum Parkplatz knapp unterhalb der Hütte. An dem Tag stand der Schranken offen, ich hab mir die Maut gespart…

Das Wetter war relativ schön, der Himmel heiter, allerdings blies ein recht starker Wind. 10 min nach der Hütte erreicht man den malerischen Scheiblsee (den großen, um genau zu sein).

Scheiblsee

Scheiblsee

Von dort, auf gut 1.700 m, sieht man auf den Grasmugl des Hausecks, dem Ziel des heutigen Nachmittages. Nach einem kurzen Anstieg von vielleicht 30 min, zuerst durch einen lichten Wald, dann durch über einen steilen Steig, erreicht man den Hausecksattel auf 1.960 m.

Aufstieg zum Hauseck-Sattel

Aufstieg zum Hauseck-Sattel

Am Hauseck-Sattel

Am Hauseck-Sattel

Hier oben blies der Sturm, dass ich Angst hatte, mein Kapperl würde davongeweht werden. Ein paar Minuten ostwärts, den Kamm entlang, erreicht man das Gipfelkreuz auf 1.982 m.

Gipfelkreuz am Hauseck

Gipfelkreuz am Hauseck

Blick Richtung Norden (Xeis)

Blick Richtung Norden, links Kalbling und Riffl

Der Sturm blies, und so blieb ich nur kurz oben, schaute mich in alle Richtungen um, machte zwei drei Fotos und stieg dann relativ schnell auf dem gleichen Weg wieder ins Tal ab.

Hauseck

Panorama am Hauseck (zum Vergrößern anklicken)

Nach einem ausgezeichneten Abendessen im Treglwangerhof entschied ich mich, am nächsten Tag über den Himmelkogel auf das Himmeleck zu wandern.

Fazit:

  • Nette Mini-Wanderung (reine Gehzeit hin und retour ca. 1:20)
  • Auch für Kinder geeignet (am Grat ein bisschen aufpassen)
  • Super Fernsicht auf die Gipfel der Niederen Tauern und in Richtung Xeis
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