Haindlkarhütte – Gsengscharte – 08.09.2013

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Nach der ausgiebigen Tour am Tag davor war die zur Verfügung stehende Zeit an diesem Sonntag begrenzt, daher war nur eine kurze Wanderung möglich. Nach einer Übernachtung im durchaus empfehlenswerten Landgasthof Buchner in Admont ging es schon zeitig los zum Parkplatz beim Gasthaus Bachbrücke, wo ich die Wanderung um 07:45 startete. Die Luft war angenehm kühl und frisch, aber man konnte schon kurzärmlig wandern. Durch den Wald und später auf der alten Gesäuse-Straße (parallel zum Tunnel) gelangt man in nicht einmal 30 Minuten zum Parkplatz Haindlkarhütte. Auf dem Wegweiser dort ist er Hüttenanstieg mit ca. 1,5 h angeschrieben. Erst geht’s durch den Wald, dann über Latschengebiet , immer entlang der Schotterrinne des sogenannten Haindlkars. Immer näher kommt man den mächtigen Abstürzen der Hochtorgruppe und der Planspitze. Dreht man sich um, so hat man einen herrlichen Blick auf den wunderbaren Großen Buchstein – der kommt auch noch dran.

Aufstieg durch's Haidlkar - Blick auf den Großen Buchstein

Aufstieg durch’s Haindlkar – Blick auf den Großen Buchstein

Haindlkarhütte

Haindlkarhütte

Vorbei an der nicht mehr bewirtschafteten alten kommt man nur neuen Haindlkarhütte, ganz nahe an den Felswänden. Wenn man den Blick nach oben zur Peternscharte richtet, kann man sich nicht vorstellen, wo hier der Peternpfad hinaufgehen soll. Dieser Pfad ist zwar noch keine richtige Klettertour, erfordert aber jedenfalls absolute Schwindelfreiheit und teilweise auch leichte Kletterei.

Ausschnitt aus dem Panorama-Foto bei der Haindklarhütte

Ausschnitt aus dem Panorama-Foto bei der Haindlkarhütte

Ich aber halte mich nach der 1.121 m hoch gelegenen Hütte westwärts und steige die paar Höhenmeter hinauf zur „Gsengscharte“.

Die letzten Meter von der Hütte zur Gsengscharte

Die letzten Meter von der Hütte zur Gsengscharte

Hinter der Geländekante geht es steil hinunter ins sogenannte „Gseng“. Der erste Abschnitt ist mit Drahtseilen gesichert und erfordert etwas Geschicklichkeit.

Erster Abschnitt nach der Gsengscharte

Erster Abschnitt nach der Gsengscharte

Weiter geht es auf Schutt- und Schotterwegen, die etwas weiter unten in Latschengelände übergehen. Interessant ist ein „Tunnel“ unter zwei riesigen Steinblöcken, den man nur kriechend überwinden kann.

"Steintunnel"

„Steintunnel“

Im "Gseng"

Im „Gseng“

Am Ende des Abstieges weitet sich der Graben und man geht auf Schotterbänken hinunter ins Johnsbachtal. Entlang des Baches geht man dann in gut 20 min auf einem Weg durch einen Wald zurück zum Ausgangspunkt beim Gasthaus Bachbrücke. Dort gönnte ich mir noch ein Mittagessen und wäre auch pünktlich zu Andrea’s Geburtstagsfeier daheim gewesen, allerdings hat das Auto kurz vor der Einfahrt in den Bosrucktunnel zu streiken begonnen. Mit Mühe rettete ich mich zur Ausfahrt in Spital am Pyhrn, wo mich dann der Pannendienst mit einem Ersatzauto ausstattete. Mein Auto konnte ich am nächsten Tag abholen –die Zündspule war defekt gewesen.

Gehzeiten: Parkplatz Bachbrücke (590 m) – Parkplatz Haindlkarhütte (610 m): gute 20 min, Parkplatz Haindlkarhütte – Haindlkarhütte (1.121 m): ca. 1,5 h; Haindlkarhütte – Gesengscharte (1.219 m)– Gseng (640 m): ca. 1 ¼ h, Gseng – Parkplatz Bachbrücke: ca. 20 min. Gesamtgehzeit: nicht ganz 4h.

Fazit:
– Schöne Halbtageswanderung
– Beim Aufstieg herrliches Panorama auf Buchstein & Co
– Beeindruckend die steil abfallenden Wände des Hochtors bzw. der Planspitze
– Toller Abstieg durch das steile „Gseng“

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