Johnsbacher Höhenweg – 24.06.2017

Aufgestanden bin ich schon vor halb 6, und so konnte ich beim Donnerwirt mit dem 6-Uhr-Glockenläuten der Johnsbacher Kirche losmarschieren (ca. 750 m hoch gelegen). Ein herrlicher Tag kündigte sich an, der Kirchengrat strahlte schon in der Morgensonne. Angenehm kühl war’s, der Weg führt über schöne Waldsteige hinauf.

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Etwas unterhalb des ersten Etappenziels, der Mödlinger Hütte, lichten sich dann die Wälder. Der Steig mündet in eine Forststraße ein, die die letzten Meter zur Hütte hinaufleitet.

Um kurz vor 8 Uhr erreichte ich die Mödlinger Hütte. Die Hütte liegt auf der Treffneralm unterhalb der mächtigen Reichenstein-Gruppe. Sensationell!

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Die Hüttengäste – vor allem Familien – saßen im Frühstücksraum. Ich kaufte mir ein Schiwasser, setzte mich auf die Biertischgarnituren vor der Hütte und genoss die Morgensonne. Die freundliche Hüttenwirtin Bella setzte sich zu mir und wir plauderten über die umliegenden Berge, die Hütte, meinen Plan für heute und das Leben. 😉 Sie meinte, die Hütte wäre optimal für einen Familien-Bergurlaub, und ich solle doch mit Frau und Kindern wiederkommen.

Nach dem Tratscherl verabschiedete ich mich und marschierte auf den knapp 1 h entfernten Spielkogel.

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Auf dem Spielkogel – Blick zurück auf den Weg über die Gipfelwiese

Von dort oben hat man eine herrliche Aussicht auf die Hochtor-Gruppe.

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Wieder kam ich mit Wanderkameraden ins Gespräch, diesmal mit einer Familie aus NÖ, die die Nacht auf der Hütte verbracht hatte. Nach einer Jause führte mich der Weg weiter in eine kleine Senke (Brunntörl), ehe es auf der anderen Seite hinaufging zum Anhartskogel (1.764 m).

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Herrliche Ausblicke vom Anhartskogel in Richtung Hochtor-Gruppe

Ganz allein konnte ich die Aussicht genießen. Richtung Süden hat man einen wunderbaren Blick in Richtung Trieben und Rottenmann. Auch diese Region hab ich bei einem Allein-Wanderwochenende schon einmal besucht.

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Blick Richtung Trieben und Rottenmann

Bei herrlichem Sonnenschein ging es dann über den Niederberg stetig bergab in Richtung Johnsbach.

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Ein Forstweg führt zum sogenannten Sebringgraben. „Noch vor dem Sebring-Bach leitet linker Hand ein Fußweg zur nahen Wölgeralm“, meinte der Wanderführer. Anfangs konnte ich noch einen schmalen Steig ausmachen, doch dann waren weder Weg noch Markierungen zu finden. Ich irrte ein wenig auf der Alm herum, konnte aber beim besten Willen nicht erkennen, wo es weitergehen sollte. Ich ging zurück zur Abzweigung, sah mir die Karte an und stelle fest, dass es jenseits des Baches eine Forststraße ins Tal geben sollte. Dieser folge ich dann und erreichte nach einem langen „Hatscher“ das Tal.

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Nun war noch eine halbe Stunde Wanderung auf dem „Schattseitenweg“ entlang des Baches zurück zum Donnerwirt zu bewältigen.

Eine herrliche Wanderung, für ausdauernde Bergwanderer sehr zu empfehlen:

  • 1.200 hm (inkl. Gegenanstiegen)
  • ca. 6 h Gehzeit
  • herrlicher Panoramablick ins Herzen des Xeis
  • gemütliche Hütte mit freundlicher Wirtin
  • Abstieg in den Sebringgraben langer „Forststraßenhatscher“ (außer, man findet den Wanderweg…)

Am Abend des Samstags schaute ich mich nach dem Abendessen noch in Admont um, ehe ein schweres Gewitter niederging. Auf zwei Bergen waren anlässlich der Sommersonnenwende Feuer zu erkennen, allerdings wollten diese offenbar nicht so richtig brennen. Angesichts des Regens kein Wunder. War auch sicher nicht allzu lustig, bei diesem schweren Gewitter dort oben zu sitzen. Leider war nach diesem heftigen Wetterumschwung am Sonntag an keine Wanderung mehr zu denken. So fuhr ich auf Umwegen (Admont – St. Gallen – Hengstpass – Windischgarsten) heim.

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